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Zimo MX10, Digitalzentrale (Basisgerät)
Artikelnr.: MX10
 
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 Achtung: Dieses Produkt ist nach EU-Richtlinie 2009/48/EG nicht für Kinder unter 14 Jahren geeignet!
 
Zimo MX10, Digitalzentrale (Basisgerät)

Das MX10 ist die Zentraleinheit der digitalen Mehrzugsteuerung von ZIMO, anders ausgedrückt die „Digitalzentrale“ oder nach der traditionellen ZIMO Bezeichnung das „Basisgerät“.

Hersteller: Zimo
Artikel-Nr.: MX10
Abmessungen in mm (L x B x H): 180 x 180 x 50 (ohne Antenne)
Gewicht: ca. 1 kg
Lieferumfang: USB-Stick, Steckersatz, CAN-Kabel, 8POLA1M-Kabel, Bedienungsanleitung



Die wichtigsten technischen Daten:
Versorgung durch externes Gleichstrom-Netzgerät mit galvanisch getrenntem Ausgang (nicht im Lieferumfang):
  • 20 - 35 V (min. 3 V höher als max. Schienenspannung)
  • für Mindestbetrieb (ca. 3 A Schienenstrom): 80 Watt
  • für Betrieb auf voller Leistung (bis zu 25 A Summen-Schienenstrom): 600 Watt
    ACHTUNG: Klassische TRANSFORMATOREN jedweder Art (auch nicht mit Gleichrichter) sowie ZIMO-Trafos (obwohl sie früher für MX1 eingesetzt wurden) und alte Modellbahntrafos dürfen NICHT verwendet werden!
Ausgang Schiene 1:
  • Fahrspannung ***) (einstellbar in 0,2 V Schritten) 10 - 24 V
  • Hochfahrzeit der Fahrspannung (einstellbar in 1 s Schritten) 1 - 60 s
  • Hochfahrstrom (einstellbar in 1 A Schritten) 1 - 12 A
  • Überstromschwelle (einstellbar in Stufen von 0,1 A) 1 - 12 A
  • Abschaltezeit **) im Überstromfall (einstellbar in 0,1 s Schritten) 0,1 - 5 s
  • Tolerierte Überschreitung der Überstromschwelle um (einstellbar in 0,5 A Schritten) 1 - 4 A, für Zeit von (einstellbar in 0,5 s Schritten) 1 - 60 s
  • Vorzeitige Abschaltung bei Stromsprung von (einstellbar) 1 - 5 A, innerhalb von (einstellbar) 0,01 - 0,5 s
  • Funkenlöschen bei Kurzschluss (Auswahl zw. Aus /Lev1 /Lev2) Level 1 8 A und Level 2 (empfindlich) 4 A
Ausgang Schiene 2:
  • Fahrspannung ***) (einstellbar in 0,2 V Schritten) 10 - 24 V
  • Hochfahrzeit der Fahrspannung (einstellbar in 1 s Schritten) 1 - 60 s
  • Hochfahrstrom (einstellbar in 1 A Schritten) 1 - 8 A
  • Überstromschwelle (einstellbar in Stufen von 0,1 A) 1 - 8 A
  • Abschaltezeit **) im Überstromfall (einstellbar in 0,1 s Schritten) 0,1 - 5 s
  • Tolerierte Überschreitung der Überstromschwelle um (einstellbar in 0,5 A Schritten) 1 - 4 A, für Zeit von (einstellbar in 0,5 s Schritten) 1 - 60 s
  • Vorzeitige Abschaltung bei Stromsprung von (einstellbar) 1 - 5 A, innerhalb von (einstellbar) 0,01 - 0,5 s
  • Funkenlöschen bei Kurzschluss (Auswahl zw. Aus /Lev1 /Lev2) Level 1 8 A und Level 2 (empfindlich) 4 A

    **) Während der Abschaltezeit: Konstantstromregelung (d.h. Absenkung der Fahrspannung)
    ***) Bei Wahl der Fahrspannung ist auf die Spannungsfestigkeit der eingesetzten Decoder (speziell Fremd-Decoder) zu achten.
DC-Ausgänge S1 und S2 (enthalten in den Stromkreisen für „Schiene 1“ und „Schiene 2“)
DC-Ausgang 30 V (Versorgung für am CAN Bus Kabel angeschlossene Geräte): 4 A
DC-Ausgang 12 V (Versorgung für an XNET und Loconet angeschlossene Geräte): 2 A
LED-Ausgänge (6 Pins auf 2x 8 pol. Stiftleiste): Konstantstrom bei 15 mA - max. 25 mA, „out-5“ und „out-6“ für Relais geeignet: 100 mA
ABA-Eingänge (8 Pins auf 2x 8 pol. Stiftleiste) gegen Masse o. Schaltschwelle: 0 - 32 V
Audio-Ausgang (Klinkenbuchse 2,5 mm): Line-out
RailCom-Detektoren „Schiene 1“ und „Schiene 2“:
  • messbare Mindestamplitude des RailCom-Signals: 4 mA
  • Sample rate (3-fach Oversampling): 750 kHz
ZACK Detektoren (ZIMO Zugnummernimpulse) „Schiene 1“ und „Schiene 2“: Erkennungsschwelle 500 mA
Kabelkommunikation:
  • ZIMO CAN-Bus 1 (ZIMO CAN Buchsen vorne und hinten): 125 kBd, vorbereitet auf 512 kBd
  • ZIMO CAN-Bus 2 (mit speziellem 8-pol. Kabel: XNET Buchse): 125 kBd, je nach Protokoll bis 512 kBd
  • XNET: 62,5 kBd
  • XN2 (2. XNET oder OPEN DCC Bus) noch nicht in Verwendung: 512 kBd
  • Loconet (derzeit nur Hardwaremäßig vorbereitet): 16,6 kBd
  • USB device (client) Schnittstelle: 1 Mbit/s
  • USB 2.0 (host) Schnittstelle (für USB-Stick und zukünftige Anwendungen): 12 Mbit/s
  • LAN (Ethernet, auch für Anschließen W-LAN Router): 10 Mbit/s
Funkkommunikation: Mi-Wi Netzwerk (Derivat des ZigBee Standards, 2,4 GHz) ca. 20 kbit/s
Interner Speicher:
  • DRAM und SRAM (Arbeitsspeicher): 64 MB
  • NAND Flash (Bilder, Datenbanken, Stellwerke, Sound-Files, usw.): 4 GB

Bedienelemente und Anschlüsse:
MX10 Vorderseite:
  • Drehknopf: Einstellen Fahrspannungen, Strom, sonstige Werte, Fahrregler, Sammelstopp (2 sec drücken), Standby einleiten (4 sec), ...
  • Mehrfarbiges Display: im Normalbetrieb Anzeige der Fahrspannungen und -ströme der Schienenausgänge, ABA-Eingänge, Kommunikation, u.a.
  • Taste 1: Aktivieren und Definieren „automatische Betriebsabläufe“, Starten Decoder-Update, u.a.
  • Taste 2: Aufrufen MX10 MENÜ (danach Scrollen mit Drehknopf), Starten Decoder-Sound-Laden, u.a.
  • Taste 3: Starten des Fahrbetriebs vom MX10 („BASECAB“), allgemeine „Back“-Taste, u.a.
  • USB Buchse für USB-Stick zur Durchführung des Selbst-Update, Daten-Laden und -Sichern, Decoder-Update und -Sound-Laden
  • „SUSI“ Schnittstelle für ZIMO Decoder zum schnellen Sound-Laden (dauert ca. 1 min statt 10 min)
  • CAN-Buchse für ZIMO Bediengeräte (Fahrpulte MX32, MX31, MX21, MX2) und ZIMO-Module (MX8, MX9)
  • XNET-Buchse für Eingabegeräte wie Roco Lokmaus, Massoth Dimax Navigator, uns sonstige XNET-Geräte
MX10 Rückseite:
  • Große Schraubklemme für Netzgerät (NICHT Trafo) mit galvanisch getrenntem DC-Ausgang, 25 - 35 V, 80 - 600 Watt
  • Mittelgroße Schraubklemme für „Schiene 1“ (Hauptstrecke) bis 12 A
  • Dreifach-Scharaubklemme für Gleichspannungen „S1“ und „S2“ (die Vorstufen der Gleisausgänge „Schiene-1“ und „-2“
  • Kleine Schraubklemme für „Schiene 2“ (als Programmier- und Update-Gleis, oder als Zweitstromkreis mit eigenem Datensignal) bis 8 A
  • 8 Eingänge für ABAs und sonstige Kontaktgleis-Eingänge, Nothalt-Tasten, ... und 6 LED- und Relais-Ausgänge
  • CAN-Buchse für ZIMO Geräte, mit Sync-Leitungen zur Verbindung mit Boostern und StEin-Modulen
  • LAN-Buchse für Ethernet (z.B. zum WLAN-Router), Loconet-Stecker, USB-Client (zum Computer), WiMi-Antenne

Primärversorgung, Fahrspannung und Fahrstrom:
Die notwendige Primärversorgung kommt aus einem externen Netzgerät (KEIN Trafo), was im Vergleich zu den „alten“ Geräten (mit Versorgung durch Trafos) eine maßgebliche Reduzierung der Verlustleistung und Abwärme bedeutet. Daher ist die hohe Ausgangsleistung (bis 600 W) bei gleichzeitig sehr kompakter Bauweise möglich.
Die Fahrspannung an den Schienenausgängen ist in einem weiten Bereich - 10 bis 24 V - in feinen Stufen (0,1 V) einstellbar und voll stabilisiert, natürlich ist Überstrom- um Kurzschluss-Schutz eingebaut, der Hauptausgang („Schiene 1“) gibt einen maximalen Dauer-Fahrstrom von 12 A ab, der zweite Ausgang („Schiene 2“) 8 A; der letztere ist auch als Programmier- oder Update-Gleis einsetzbar. Die Strombegrenzung ist in feinen Stufen (0,1 A) einstellbar.
Eine wichtige Eigenschaft ist die einstellbare Abschaltezeit bei Überstrom - um ein überschnelles Ausschalten der Schiene bei kleinen Kurzschlüssen auf Weichenherzen, u.a. zu verhindern.
Überdies kann nicht nur der absolute Überstrom, sondern bei Bedarf auch differenzieller Überstrom erkannt werden („UES adaptiv“), d.h. dass eine Abschaltung bei plötzlichem Stromanstieg erfolgt, wenn auch die absolute Schwelle noch nicht erreicht ist, was vor allem bei kleinen Spuren (N, TT, …) zur Schonung der Räder und Schleifer im Kurzschlussfall beiträgt.

Gleisprotokolle und Datenverwaltung:
DCC (nach NMRA bzw. VHDM Spezifikation) und MM (Märklin-Motorola) sind die Grundausstattung. Hardware und Software sind jedoch offen für die Erweiterung auf andere Standards, falls ein solcher Bedarf besteht, insbesondere auch für schnellere Methoden der Datenübermittlung.
Natürlich werden die Möglichkeiten der standardisierten Protokolle voll ausgeschöpft, also für DCC 10239 Lok-Adressen, 2048 Zubehör-Adressen (mit je 4 Subadressen), 14/28/128 Fahrstufen, 28 Funktionen, usw.

RailCom und ZIMO Zugnummernimpulse (ZACK):
Die „bi-directional communication“ nach „RailCom“ ist innerhalb des ZIMO Systems ein fixer Bestandteil aller relevanten Komponenten.
Das MX10 ist mit zwei „RailCom-Präzisions-Global-Detektoren“ ausgestattet, jeweils einer für jeden der Schienenausgänge. „Global“ heißt, dass es sich um all jene RailCom-Funktionen handelt, die unabhängig von der aktuellen Position des Fahrzeugs sind; „lokale Detektoren“ befassen sich hingegen mit der Adress-Erkennung in einzelnen Gleisabschnitten. „Präzision“ bedeutet, dass Empfang und Auswertung der RailCom-Meldungen nicht nur nach den standardisierten Schwellwerten erfolgt, sondern dass das RailCom-Signal analysiert wird, um auch abgeschwächte und verschliffene RailCom-Signale zu entziffern und solcherart beispielsweise auch auf großen Anlagen lesbar zu sein.
Die globalen RailCom-Meldungen werden einerseits zur Effizienzsteigerung der Datenübermittlung zu den Decodern genutzt (vereinfacht ausgedrückt: durch RailCom-Meldungen beantwortete DCC-Pakete brauchen - da offensichtlich im Decoder angekommen - nicht wiederholt zu werden). Vor allem aber enthalten die RailCom-Meldungen Informationen, die dann an Fahrgeräte und Computer weitergeleitet werden. Einfache Anwendungen sind: Auslesen und Anzeige von CV-Werten im „Operational mode“ (also am Hauptgleis), laufende Anzeige der im Decoder gemessenen Fahrgeschwindigkeit (Echtzeit-Tacho), von Alarm-Meldungen, oder (Zubehör-Decoder) der Weichenstellungen, u.a.
Das ZIMO Basisgerät MX10 erkennt auch die „klassischen“ ZIMO Zugnummernimpulse, die von allen ZIMO Lokdecodern (im DCC Format seit ca. 1998) ausgesendet werden.

Booster-Lösungen:
Durch den hohen Fahrstrom des MX10 (bis 20 A) gibt es nur bei ziemlich großen Anlagen und/oder großen Spuren eventuell Bedarf für Booster. Das bevorzugte Mittel ist dann die Verwendung eines weiteren MX10, welches mit dem „Zentral-MX10“ synchronisiert wird. Die Verwendung von Fremd-Boostern ist möglich, aber weniger vorteilhaft, da die einzige Kommunikation mit solchen Geräten nur über den veralteten NMRA „Control Bus“ geht (paktisch nur einfache Kurzschluss-Meldungen).

CAN-Bus (zur ZIMO System internen Kommunikation) und Bus-Systeme für Fremdprodukte:
Am MX10 gibt es (wie bei ZIMO üblich) zwei parallelgeschaltete CAN-Bus Buchsen (RJ-45); diese sind 8-polig, weil neben dem eigentlichen 6-poligen CAN-Bus noch Anschlüsse für einen „Sniffer“ (vordere Buchse) bzw. für Booster- und StEin-Ansteuerung ausgeführt sind.
Eine weitere Buchse (Vorderseite) ethält den X-Bus (vor allem für Roco Lokmäuse und ähnliche Bediengeräte), der Anschluss von Fremdprodukten über S88, Loconet (für Fred‘s) ist vorgesehen.

Funk-Kommunikation mit ZIMO Fahrpulten:
Das MX10 ist mit einem Wi-Mi-Modul ausgestattet. Mi-Wi ist eine Variante des „ZigBee“ Standards im 2,4 Ghz - Band, ist weltweit zugelassen, und bietet einen höhreren Datendurchsatz als die früher von ZIMO verwendete 344 MHz - Technik. Potenzielle Nachteile gegenüber 344 MHz bezüglich der Durchdringungsfähigkeit innerhalb von Gebäuden werden durch die Netzwerkfähigkeit kompensiert.

LAN-Anschluss für W-LAN fähige Eingabegeräte und als alternative Computer-Schnittstelle:
Mobiltelefone und Tablets (mit entsprechenden Apps) können zur Steuerung eingesetzt werden, indem über die LAN-Buche des MX10 ein W-LAN-Router angeschlossen wird oder eine Verbindung zum Heimnetzwerk hergestellt wird.
Derselbe LAN-Anschluss kann auch alternativ zur USB-Schnittstelle zur Computer-Kommunikation eingesetzt werden (Vorteil: mehrere Computer an der Leitung).

USB-Buchse (host) auf der Vorderseite und Micro-USB-Buchse (client) auf der Rückseite:
An der USB-Buchse (host) wird ein USB-Stick angesteckt, von dem aus sowohl das Selbst-Update des MX10 vorgenommen wird, als auch das Software-Update von Decodern und das Laden von Sound-Projekten in Decoder.
Die langjährige Erfahrung (MX31ZL und MXULFA) zeigt, dass der Einsatz eines USB-Sticks häufig problemloser ist als das Update von einem Computer her, weil eben gewisse Unsicherheiten mit Betriebssystem, Treiber und Schnittstellen wegfallen.
Alternativ kann natürlich auch die Micro-USB-Buchse (client) zum Anschluss eines Computers genutzt werden, mit Hilfe von Software zum Decoder-Programmieren (ZCS, PfuSch, TrainProgrammer, u.a.), Decoder-Update und Sound-Laden (ZSP, ZIRC). Außerdem kommunizieren auch die Programme zur Anlagensteuerung (STP, ESWGJ, TrainController, u.a.) über die USB-Schnittstelle.

Das MX10 als stand-alone - Digitalzentrale:
Anwender, die auf „physische“ Handregler keinen Wert legen, sondern mit dem Computer samt entsprechender Software (z.B. ESTWGJ, STP, TrainController, PfuSch, ...) oder mit Handys und Tablets nutzen möchten, können dafür das MX10 ohne angeschossene „echte“ Fahrpulte einsetzen.

„RailCom“ ist ein Markenzeichen der Lenz GmbH
Quelle: www.zimo.at
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